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Technische Angaben
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43x29,5 cm, keine weiteren Angaben vorhanden
Plakat, beidseitig bedruckt
ZusatzInfos
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Plakat zu der Fotografieausstellung des Künstlers Michael Jochum die vom 30.01.-21.03.2004 Im Gasteig Foyer III stattfand.
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Titel
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Kattenstroth Konvolut - Jörg Sonntag
Technische Angaben
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15 Teile. keine weiteren Angaben vorhanden
ZusatzInfos
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• Briefumschlag ohne Inhalt, adressiert an Kattenstroth, Siebdruck Schriftzug "Sonntag", Adressstempel, Poststempel 1984
• A4 Schwarz-Weiß Kopie von Stempeln/ Unterschriften von Rudi Wilderjans, Jürgen O. Olbrich, Ulli Kattenstroth, Mark Pawson, Jörg Sonntag, Angelo Vitale, beklebt mit transparentem Papier, Siebdruck Text "Fiktive Aufenthaltsbestätigung", grafisch rot, rücksseitig "Beste Wünsche für das Jahr 1985", signiert, Stempel "Raumbau"
• Einladungskarte Titel "Rysunki - Drawings", "Galeria Wielka 19 - Galerie Rysunku", Polen, rückseitighandschriftliche Nachricht an Kattenstroth, signiert, Künstlerstempel, 1985
• Postkarte "Galerie Nord - Raumbaudokumentation - Musik", Siebdruck, handschriftliche Nachricht an Kattenstroth, Stempel, Poststempel 1985
• Postkarte"sprachlos", beklebt mit einem Los, handschriftliche Nachricht an Kattenstroth, Poststempel 1985
• Postkarte "Einblicke 4II Galerie West Buschendorf, Hegewald, Hengst, Nagel, Sonntag -17.6.-2.7.1985", Siebruck, handschriftliche Nachricht an Kattenstroth, signiert
• Karte mit Siebdruckmotiv, 21,3x15,3cm, rückseitig "Beste Wünsche für 1986", nummeriert 48/125, signiert
• Postkarte Schwarz-Weiß Fotografie, rückseitig Stempel "Raumbau - Baubeginn 1. Dez. 1983 Dresden"
• Postkarte Fotomotiv, collagiert mit Schwarz-Weiß Portrait-Fotoabzug, grafischer Druck
• Postkarte "Raumbild - Schwarzübermalung", mehrfarbiger Siebdruck, Fotografie G.Starke, Druck: J.Sonntag
• Postkarte adressiert an Kattenstroth, "gemeinschaftsbild (detail)", Siebdruck, handschriftliche Nachricht, Poststempel, signiert
• Postkarte Schwarz-Weiß Fotografie, Stempel, handschriftliche Nachricht an Kattenstroth, signiert
• Postkarte "Raumbau - Zustand 3", Siebdruck, Stempel "Raumbau - Baubeginn 1. Dez. 1983 Dresden"
• Karte Siebdruck 13,3x10,3cm
• Siebdruck mehrfarbig, rückseitig Text über das Schaffen von Jörg Sonntag als Maler und Grafiker, 29,8x21,2cm
Jörg Sonntag wurde 1955 in Lichtenstein/Sachsen geboren. Er studierte von 1978 bis 1983 Malerei und Grafik in der HfBK Dresden. Danach wurde er freischaffender Bildender Künstler. Seit Ende der 1970er Jahre entwickelt er eigene Mail Art-Projekte und er war an vielen internationale Projekten beteiligt. Ende der 1980er Jahre arbeitete er an Videoinstallationen und Performances und seine Ausstellungen wurden immer mehr zu Rauminstallationen. Anfang der 1990er Jahre initiierte er gemeinsam mit Freunden das Kunstmagazin „reiterIN“. Hintergrund für diese Kunstzeitschrift waren Künstlerbücher, die er in der DDR herausgegeben hat oder an denen er beteiligt war.
Danach folgten Jahre der medienkünstlerischen Spezialisierung auf. Er war an der Gründung der TransMediaAkademie Hellerau mit einem eigenen Labor in den Hellerauer Werkstätten und der Inszenierung der CYNETART als Festival für computergestützte Kunst im Festspielhaus Hellerau beteiligt. Gemeinsam mit Hartmut Dorschner gründete er 2001 das blueLAB mit einem Studio in der BlauenFabrik – das erste Dresdner Interface Labor mit vielen intermedialen Experimenten.
Sonntag arbeitet im Grenzbereich zwischen Bildender Kunst, Musik, Tanz und medialer Programmierung. Derzeit arbeitet er an einer medialen Installation mit dem Titel „Erlebnisraum Natur“ im Ostrale Zentrum Dresden und er ist mit interaktiven Projektionen am YENIDZE Theater beteiligt.
Mail Art-Aktivitäten: Sonntag war bereits in seiner Studienzeit mit Robert Rehfeldt befreundet, der ihn in die Mail Art-Szene eingeführt hat. Robert war es auch, der ihn 1983 aus einem Disziplinarverfahren mit Androhung der Exmatrikulation herausgeboxt hat. Das hing mit seiner Edition des „BAMBU“-Magazins zusammen.
Zur 8. Biennale 1980 in Krakau, startete Robert Rehfeldt eine größere Mail Art-Aktion, an der Jörg Sonntag beteiligt war. Dazu forderte Robert Rehfeldt seine Kontakte auf, Postkarten direkt nach Krakau zu senden. Unter dem Titel „Kunst im Kontakt“ war ein ganzer Ausstellungsraum mit Mail Art-Beiträgen entstanden.
„Draw with this“ war 1981 das erstes eigenes Mail Art-Projekt. Sonntag hatte kurze Bleistifte oder auch Buntstifte mit Klebestreifen auf eine Postkarte aufgeklebt und die Forderung damit verbunden, diesen Stift zu verwenden und das Ergebnis an ihn zurück zu schicken.
1983 bekam er die Einladung von Ubaldo Giacomucci, ein Mail Art-Magazin mit dem Titel „BAMBU“ zu organisieren. Ubaldo hatte mit dieser Edition 1981 begonnen und Jörg Sonntag hat 1883 „BAMBU Nr. 5“ herausgegeben. Idee war es, Mail Artisten aus der eigenen Adressliste einzuladen, sich mit 100 Exemplaren an dem Assembling zu beteiligen, dann das Magazin zu binden und an die Beteiligten zurück zu senden.
Die Siebdruckseite im Format A4 aus seiner Buchedition „RAUMBILD“ von 1985 hat er dazu verwendet, das Projekt „COLLAGE ON THIS“ zu initiieren. Die Frontseite war dieser Farbauszug und die Rückseite (die auch einige Teilnehmer zur Gestaltung genutzt haben) war der Titel als Aufforderung zur Weitergestaltung dieser Siebdruckvorlage. Das Projekt „COLLAGE ON THIS“ lief über den Zeitraum von zwei Jahren (1985-86). 44 Exemplare befinden sich im Archiv von Jörg Sonntag.
Im Jahre 1986 habe er eine Ausstellung von Kees Francke in seinem Studio auf der Laubestraße in Dresden organisiert. Der holländische Mail Artist reiste damals mit seinem Projekt “Das Paradies der Arbeiter“ durch Osteuropa und das Atelier von Jörg Sonntag war eine Station auf seiner Reise.
1986 hat er für Robert Rehfeldt eine Personalausstellung im Leonhardi-Museum organisiert. In dieser Zeit war er Arbeitsgruppenleiter im Museum.
Im November 2023 fand die Mail Art-Retrospektive „Aus dem Elbtal in die Welt“ in der Galerie Raskolnikow in Dresden statt. Sonntag war unter seinem Pseudonym Jo Siamon Salich an dieser Ausstellung beteiligt. Zur Eröffnung führte er gemeinsam mit G.X. Jupitter Larsen virtuelle Soundproduktion auf, einem Mail Art-Pionier, zu dem er wieder Kontakt aufgenommen hat.
Text von der Website wordpress Mail Art Index übernommen.
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Titel
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Bauwelt 2023.24 Industrieruinen revitalisieren
Technische Angaben
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64 S., 29,7x23,5 cm, cm, ISBN/ISSN 0005-6855
Broschur, Offsetdruck
ZusatzInfos
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Die Bauwelt ist eine 14-täglich in der Bauverlag BV GmbH (Gütersloh) erscheinende deutsche Architektur-Zeitschrift. Das jeweils letzte Heft eines Quartals erscheint als Stadtbauwelt und widmet sich aktuellen städtebaulichen Fragestellungen. Die Bauwelt existiert seit 1910 und hat ihren Sitz in Berlin. Sie erschien 2009 in einer Druckauflage von ca. 12.000 Exemplaren und verfügt über den größten Stellenmarktteil aller deutschsprachigen Architekturzeitschriften.
1969 wurde die Jugendstil-Maschinenhalle der Zeche Zollern in Dortmund-Bövinghausen unter Denkmalschutz gestellt – der erste Bau der industriellen Ära, dem diese Weihe in Deutschland zuteil wurde, zuvor sollte auch hier die Abrissbirne zuschlagen. Dass es anders kam, verdankte sich dem Engagement von Bürgerinnen und Bürgern und übrigens auch der Unterstützung durch den damaligen Bauwelt-Chefredakteur Ulrich Conrads. Seitdem sind Erhalt und Umnutzung von Industriebauten des Kaiserreichs, der Zwischen- und Nachkriegsmoderne immer wieder auch auf den Seiten dieses Magazins diskutiert und präsentiert worden, seien es Geschossfabriken oder Umspannwerke, Werkshallen oder Tramdepots. All diese Umbauprojekte der letzten vierzig, fünfzig Jahre waren zwar Teil eines allgemeineren gesellschaftlichen Prozesses des Entdeckens, Sich-Aneignens und In-Wert-Setzens des industriellen Erbes, das einher ging mit der historischen, alltagskulturellen und soziologischen Erforschung dieses Zeitalters. Parallel aber vollzog sich vielerorts weiterhin der bedenkenlose Abriss ihrer baulichen Hinterlassenschaften, sei es, um Platz für neue Gewerbegebiete zu gewinnen, sei es, um künstliche Landschaften mit hochpreisigen Eigenheimwohnlagen zu schaffen. Vor dem Hintergrund der immer lauter gewordenen Forderungen nach Umnutzung und Weiterbau von brach gefallener Bausubstanz aber haben die Beispiele in diesem Heft eine größere Bedeutung als die Vergewisserung von Vergangenem. Sie decken ein weites Feld ab: räumlich, historisch, typologisch und mit Blick auf ihre neue Bestimmung. Wie weit das reichen kann, zeigen die beiden Projekte, die dieses Heft rahmen: die Umnutzung der ehemaligen Gießerei einer Werft in Malmö und die Halle „Lot 8“ einer früheren Eisenbahnfabrik in Arles – die Dinos der industriellen Revolution verwandeln sich in Vorboten der klimatischen Reform des Bauens.Denn der Diskurs hat sich um eine Dimension erweitert: Unabhängig vom baukulturellen Wert eines Gebäudes sind Umnutzung und Reparatur schon allein aus Gründen von Umwelt- und Klimaschutz geboten. Unsere Beispiele erzählen ihre je eigenen Geschichten von Fortschritt, industrieller Entwicklung und Niedergang – sie stehen damit sinnbildlich für die Logiken der fossilen Moderne, die im Glauben unend-licher Ressourcen und Energie allzu gerne zu tabula-rasa-Lösungen griff. Die Transformation ist nicht nur architektonisch, sondern gesellschaftlich. Die sensib-len Eingriffe zeigen so auch eine Neudefinition der Tätigkeit der Architekturschaffenden auf.
Text von der Webseite
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Titel
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Bauwelt 2022.18 Past forward
Technische Angaben
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64 S., 29,7x23,5 cm, ISBN/ISSN 0005-6855
Broschur, Offsetdruck
ZusatzInfos
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Die Bauwelt ist eine 14-täglich in der Bauverlag BV GmbH (Gütersloh) erscheinende deutsche Architektur-Zeitschrift. Das jeweils letzte Heft eines Quartals erscheint als Stadtbauwelt und widmet sich aktuellen städtebaulichen Fragestellungen. Die Bauwelt existiert seit 1910 und hat ihren Sitz in Berlin. Sie erschien 2009 in einer Druckauflage von ca. 12.000 Exemplaren und verfügt über den größten Stellenmarktteil aller deutschsprachigen Architekturzeitschriften.
Im Juni letzten Jahres, Auslandsreisen waren nach monatelangen, coronabedingten Beschränkungen gerade wieder möglich, habe ich mir in Italien das Trainingszentrum des US Sassuolo angesehen, ein langgestreckter, abgetreppter Riegel aus dunklem Backstein, samtigem Beton und warmem Eichenholz, entworfen vom Mailänder Büro Onsitestudio (Bauwelt 14.2021). Tags zuvor hatte ich Architekt Giancarlo Floridi in seinem Mailänder Büro getroffen, der mir die Entwurfsgeschichte erzählte. Es war ein Eintauchen in historische Analogien und Bildwelten, die mir schnell deutlich machte, dass er und sein Büropartner Angelo Lunati beim Planen aus dem Vollen schöpfen: aus den Anforderungen des Programms und den Besonderheiten des Orts, aus der Baugeschichte und aus der Typologie, aber auch aus der Literaturgeschichte und aus der der Fotografie. Als Reiselektüre hatte ich „Ideas of Ambiente“ eingepackt, ein handliches Paperback, in dem Lunati die Antriebskräfte der modernen Großstadtarchitektur Mailands anschaulich herausarbeitet (ebenfalls Bauwelt 14.2021). Was das mit diesem Heft zu tun hat? Im Herbst letzten Jahres schlug Floridi mir eine Serie von Beiträgen über europäische Bauten der Nachkriegsmoderne vor, die seiner Ansicht nach bislang zu wenig Berücksichtigung im Kanon der Architekturgeschichte gefunden haben, zu Unrecht aus seiner Sicht, da sie ebenso originelle wie ungebrochen aktuelle Antworten auf Fragen von Entwurf und Planung bereit hielten. Die Idee, diese Serie in einem Thementeil zusammenzufassen, lag da nicht fern: alles Weitere ab Seite 18.
Sakral und Säkular
Wenn wir kirchliche Projekte in Sachsen vorstellen, könnte das bedeuten, sich in die Nesseln zu setzen. Kirche ist heikel und Sachsen ist heikel, schaut man auf die Nachrichtenlage. Gleichzeitig war Kirche in Sachsen während der DDR-Zeit auch ein Zufluchtort für Regimekritiker. Ein Hauch dieser Atmosphäre scheint noch in der kleinen Kirche am Leipziger Stadtrand zu hängen, in Zuckelhausen. Jüngst haben die Architekten Irlenbusch von Hantelmann sie erweitert.
Gebaut wird in der Kombination Sachsen und Kirche derzeit fleißig, und dabei recht anspruchsvoll. Das beweisen nicht zuletzt acht im diesjährigen Wettbewerb um den Sächsischen Staatspreis für Baukultur nominierte Projekte zum Thema. Neben der neuen Sakristei in Zuckelhausen zeigen wir zwei dieser Nominierungen: Den Umbau vom Haus der Kathedrale in Dresden durch Alexander Poetzsch Architekten und den Wiederaufbau der Kirche in Canitz bei Riesa von Peter Zirkel Architekten – letztere wurde im Verfahren mit einer Anerkennung gewürdigt.
Text von der Webseite
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